Entwicklung der Modellregion BioökonomieREVIER

Teilprojekt Koordination und Kommunikation

BioökonomieREVIER

Laufzeit: 1.8.2019 - 31.7.2021
Förderprogramm:
Sofortprogramm Strukturwandel Rheinisches Revier
Fördermittelgeber: BMBF
Partner:
Forschungszentrum Jülich GmbH, Institut für Pflanzenwissenschaften (Koordination) und Kulturwissenschaftliches Institut, Universität Duisburg-Essen

Im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier ist die Bioökonomie von der Region und der Politik als ein wichtiges Potenzialfeld für die Zukunft identifiziert worden. Aufgrund der hervorragenden Ausgangssituation in Bezug auf Forschung und Innovation, Landwirtschaft (naturräumliches Gunstgebiet) und wirtschaftliche Struktur (Lebensmittelindustrie, Chemie, etc.) bzw. Absatzmärkte bietet sich eine exzellente Möglichkeit, der Region neben wirtschaftlicher Chancen (Arbeitsplätze, steuerliche Einnahmen) auch eine identitätsstiftende und zukunftsgerichtete Perspektive zu geben. Die Idee der Entwicklung des BioökonomieREVIER Rheinland als Pilotregion für die regionale Anwendung zirkulärer und nachhaltiger Bioökonomie-Konzepte ist in der Region in den letzten Monaten von Akteuren aus unterschiedlichen Sektoren aufgenommen und bereits mit Pilotprojekten erfolgreich initiiert worden. Initiativen und Projektideen rund um die Bioökonomie entwickeln sich laufend, es besteht ein hoher Bedarf an Information, Aufklärung, Vernetzung und v.a. Dingen Koordination, um ein bioökonomisches Profil im Rahmen einer Regionalstrategie mit allen Akteuren abgestimmt zu entwickeln und den größten Mehrwert für die Region zu erzielen.  

Für das Vorhaben BioökonomieREVIER sind unterschiedliche Projektanträge eingereicht worden. Der Projektteil BioökonomieREVIER_KOM (Koordination und Kommunikation) greift den skizzierten Bedarf auf, in dem es die erforderlichen Strukturen im Revier aufbaut, zielgruppenorientiert Zusammenarbeit mit den relevanten Akteursgruppen initiiert bzw. fortführt und eine Regionalstrategie mit den Akteuren gemeinsam entwickelt. Das Projekt schafft zusätzlich die Grundlagen für den Betrieb sowie den Aufbau der im Rahmen eines weitere Antragsteils (2-stufiges Verfahren für das Themenfeld Bioökonomie mit dem BMBF) für die im Sofortprogramm vorgesehene Förderung der aufzubauenden Innovationslabore an den Schnittstellen von Bioökonomie zu Energie und Digitalisierung.
Angesichts der schnell wachsenden Bioökonomie-Gemeinschaft in der Region in und über zahlreiche Akteursgruppen hinweg und der bereits angestoßenen Transformation kommt der Einrichtung einer Koordinierungsstelle mit ausgewiesener Bioökonomie-Expertise und starker Vernetzung in der Region eine strategisch wichtige Bedeutung zu, um interessierte Akteure fachlich/inhaltlich abzuholen und ihnen Optionen/Chancen aufzuzeigen und mit ihnen ihre mögliche Rolle im BioökonomieREVIER zu diskutieren.    

Das Ziel einer möglichst umfassenden Einbindung und Vernetzung aller Akteure im Rheinischen Revier spiegelt sich in der Arbeitspaketstruktur (AP) von BioökonomieREVIER_KOM wieder:

 

BioökonomieREVIER_KOM kommt eine besonders wichtige Funktion bei der Entwicklung und Implementierung der regionalen Gesamtstrategie zu. Dies bezieht sich einerseits auf die Koordination von Maßnahmen zur Etablierung der Modellregion selbst. Hier bedarf es zwingend der Integration der Einzelmaßnahmen in eine Regionalstrategie zum BioökonomieREVIER, um das Potenzial für einen flächenhaften und allen Akteuren gleichermaßen nutzbringenden Strukturwandel auszuschöpfen. Andererseits soll das Projekt die Einbettung von BioökonomieREVIER in die übergreifende Entwicklung der Region im Strukturwandel unterstützen. So sollen weitere Synergien mit den von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier definierten Projektfamilien der Zukunftsfelder entwickelt und Einzelmaßnahmen integriert werden (z.B. Energiemanagement, emissionsfreie Mobilität, Kompetenzareale, Klimaschutzquartiere).

Für die Umsetzung der in den Arbeitspaketen definierten Ziele (s. Abbildung) werden auf die Akteursgruppen maßgeschneiderte Formate zur Information, Vernetzung, Beteiligung und Kooperation entwickelt und umgesetzt. Die Maßnahmen werden mit Partnern, die aus den unterschiedlichen Akteursgruppen kommen, abgestimmt, um so auf diese Weise bereits eine breite regionale Beteiligung sicherzustellen.
Das Partnernetzwerk wird stetig größer und beinhaltet bereits jetzt u.a. Akteure aus der Landwirtschaft, Vertreter verschiedener regionaler Unternehmen, Unternehmens-beratungen, Wissenschafs- und Ausbildungseinrichtungen sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen, Kommunen und regionaler Entwicklungsgesellschaften und der Politik.

Für die verschiedenen Akteursgruppen sind ausgewählte Handlungsfelder definiert worden, zu deren Bearbeitung konkrete Maßnahmen umgesetzt werden:

Akteur Wissenschaft & Ausbildung
  • Integration von Forschung und Wissenschaft
  • Ausbildung und Life-Long-Learning
  • Transfer und Entrepreneurship

Maßnahmen: Fachtagungen, Netzwerk-und Integrationsveranstaltungen, Wissens- und Kompetenzscreenings, Zertifikatskurse und Weiterbildungsangebote, Innovationspartnerschaften und -förderung

Akteur Wirtschaft
  • Finanzielle und infra-strukturelle Anreizsysteme
  • Gründungsförderung
  • Regionale Innovations-partnerschaften mit der Wissenschaft

Maßnahmen: Reallabore, Schnittstellenlabore, StartUp-Förderung, Konzepte für regionale Demonstratoren, Bioökonomie-Mentorennetzwerke, Unternehmensforen, Potenzialstudien, Vernetzung mit Wissenschaft

Akteur Region
  • Identifizierung von thematischen Profilthemen
  • Verortung von Profilprojekten
  • Beteiligung am Strategieprozess

Maßnahmen: Mapping von Ressourcen und Potenzialen, Entwicklung von Standortkonzepten, Potenzialanalysen und Entwicklung kommunaler Bioökonomie-Profile, Einbindung von Regionalmanagements und Tagebaurandinitiativen

Akteur Zivilgesellschaft
  • Bioökonomie als Teil der regionalen Identität
  • Beteiligung am Strategieprozess
  • Information, Dialog und Debatte

Maßnahmen: Kommunikationsstrategie, -instrumente, Mobile Informations- und Dialog-plattformen, Regionale Wissensplattform, Zukunftsszenarien, Transferlabore, Beteiligungskonzept und -instrumente

Unsere Projektpartner

FZJ Logo
KWI Logo