Vom Braunkohle-Revier zum Bioökonomie-Revier

BioREVIER

Laufzeit: 1.4.2019 - 31.3.2022
Förderprogramm:
Unternehmen Revier
Fördermittelgeber: BMWi

„Nachhaltige Bioökonomie“ kann ein wichtiges Leitbild für die Transformation des Rheinischen Braunkohle-Reviers in das „Bioökonomie-Revier Rheinland“ werden. Das Vorhaben BioREVIER will aufbauend auf bestehenden Strukturen die Vernetzung und den Kapazitätsaufbau zum Thema Bioökonomie im Rheinischen Revier vorantreiben. Auf Basis der Standortkompetenzen in (Land-)Wirtschaft, Forschung und Ausbildung soll der Wandel zum Bioökonomie-Revier initiiert werden.

BioREVIER legt den Schwerpunkt insbesondere auf die Entwicklung von biobasierten Wertschöpfungskonzepten und Science-to-Business-Perspektiven, um die starke Aufstellung der Region in der Bioökonomie-Forschung mit der regionalen Wirtschaft systematisch zu verstärken. BioREVIER stellt den ersten Schritt im Wandel dar hin zu einer wertschöpfungsstarken, klima- und ressourcen-schonenden Leuchtturmregion (living lab) für nachhaltige und zirkuläre Bioökonomie mit internationaler Sichtbarkeit.

Die dem Projekt zugrundeliegende Perspektive ist die Implementierung einer nachhaltigen Bioökonomie – integriert in eine Zukunftsvision im Themendreieck „Energie – Bioökonomie – Digitalisierung“. Hierfür eröffnet sich in der Region die einmalige Chance, zwei verbundene gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozesse miteinander zu koppeln, i) Biologisierung der Wirtschaft und ii) Energiewende, um innovative Wertschöpfungskonzepte aufeinander abgestimmt zu entwickeln und regional anzuwenden.

BioREVIER liefert durch die Einrichtung des Akteursnetzwrerk Bioökonomie-Revier Rheinland die erforderliche Vernetzungs- und Kommunikationsplattform, um die regionalen Industriekapazitäten mit den Potentialen der Bioökonomie-Forschung und zivilen Akteuren zu vernetzen und ein einzigartiges Regionsprofil mit strukturwirksamen Investitionspotenzial zu entwickeln.

Die zu erwartenden Effekte sind vielfältig; produktseitig bietet neben der Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln die Herstellung z.B. biobasierter Chemikalien und Kunststoffe vielfältige Chancen für unternehmerischen Erfolg, neue Arbeitsplätze und Geschäftsmodelle. Gleiches gilt auch für die Entwicklung und Konstruktion von Zukunftstechnologien (Bioraffinerien, Sensoren, Messapparaturen etc.) mit Schnittstellen zur Digitalisierung (z.B. Bioinformatik), Automatisierung, Robotik oder Künstlichen Intelligenz.