Algenbasierte Wertschöpfungsketten und Schnittstellen zur Bioökonomie

Algen in die Praxis bringen - auf Acker, Teller und in die Petrischale

Die wachsende Weltbevölkerung braucht neue nachhaltige Ressourcen für gesunde Lebensmittel, Futtermittel und Chemikalien. Algen produzieren eine Vielzahl von Verbindungen durch Umwandlung von CO2, Nährstoffen und Licht und bieten Potenzial als nachwachsendes Rohmaterial. Obwohl Lichtintensitäten und -temperaturen im Vergleich zu Südeuropa niedriger sind, besteht ein Potenzial für Algenwachstum auch im NWE-Gebiet. Für einige Arten und Anwendungen kann unser Klima sogar Vorteile haben und wirtschaftlich sein, wenn zB. höherwertige Produkte zum Einsatz kommen, doch auch die Verbindung vom Abfallstrom (zB. Abwasser) zurück zur Pflanze via Algenbiomasse wurde in kleinem Maßstab bereits erfolgreich erprobt.

Heute sind algenbasierte Wertschöpfungsketten trotz freier, für das Algenwachstum geeigneter Treibhauskapazitäten noch nicht etabliert. Das internationale Projekt IDEA (Implementation and development of economic viable algal-based value chains) zielt darauf ab, bestehende und mögliche zukünftige Wertschöpfungsketten (Lebensmittel-, Futtermittel-, kosmetische Anwendungen) basierend auf Algenbiomasse zu entwickeln und voranzutreiben. Eine Verbindung zwischen Forschung und Anwendung ist hier von größter Bedeutung.

Wir möchten mit diesem Workshop Gelegenheit geben, aktuelle bioökonomische Lösungswege im Bereich Algen im Hinblick auf Potential und Machbarkeit zu diskutieren. Hierfür werden einige Beispiele wirtschaftlich erfolgreicher Konzepte vorstellen und mögliche Anschlussstellen – Biomasseproduktion, Verarbeitung, Logistik, Produkte, Markt, … - am Beispiel Algenproduktion gezeigt.

Algenbasierte Wertschöpfungsketten und Schnittstellen zur Bioökonomie

IDEA Workshop

16. Januar 2020, 09:00-17:00 Uhr

Forschungszentrum Jülich

 Programm

Weitere Informationen zu den teilnehmenden Unternehmen und Wissenschaftsinstitutionen finden Sie hier: www.biosc.de, www.phytolinc.com, www.mint-engineering.de, www.thm.de, www.vito.be, www.feeddesignlab.nl, www.fh-aachen.de, www.fz-juelich.de, MIAL GmbH

Hier geht es zur Anmeldung

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 10.01.2019.

Eine Anfahrtsbeschreibung zum Forschungszentrum finden Sie hier: https://www.fz-juelich.de/portal/DE/zentrum/kontaktinformationen/Anfahrt/_node.html

Die Veranstaltung wird in Gebäude 6.2 stattfinden.

 

 

 

Im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier setzt sich die vom Forschungszentrum Jülich koordinierte und vom BMBF im Rahmen des Sofortprogramm Strukturwandel geförderte Initiative Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland zum Ziel, in der Region durch biobasierte Innovationen, neue Geschäftsmodelle, nachhaltig produzierte Produkte sowie regionale Wertschöpfungskonzepte neue Einkommensquellen zu erschließen. Gemeinsam mit Akteuren aus dem Revier möchten wir unternehmerische Chancen und Potentiale identifizieren, um nachhaltige Produktion von landwirtschaftlichen Produkten für Nahrungs- und Futtermittel und andererseits Optionen für die stoffliche oder energetische Nutzung von Biomasse zu entwickeln.

Das Interreg-Projekt IDEA sieht die Entwicklung und Registrierung wirtschaftlich tragfähiger Wertschöpfungsketten auf der Basis von Mikroalgen in NWEuropa vor. Insbesondere sind Partner aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Irland beteiligt, die einem ähnlichen Klima ausgesetzt sind, das sich erheblich vom süd- und nordeuropäischen Klima unterscheidet. Heute sind algenbasierte Wertschöpfungsketten trotz freier, für das Algenwachstum geeigneter Treibhauskapazitäten nicht etabliert. IDEA zielt darauf ab, die Prozessentwicklung von individuellen Lösungen zu einer tragfähigen Prozesskette zu entwickeln und voranzutreiben, die auf Endverbindungen für Lebensmittel-, Futtermittel- und kosmetische Anwendungen abzielt.

Das multidisziplinäre Team setzt sich aus Partnern (Akademikern, KMU, Branchengruppen, Behörden…) zusammen, die entlang der Wertschöpfungskette tätig sind und das Algenwachstum, die Ernte, die Verarbeitung der Algenbiomasse (einschließlich Bioraffinerie) und neue marktfähige Endproduktformulierungen abdecken. IDEA beginnt dort, wo frühere Projekte geendet haben und befasst sich mit Innovationen in Bezug auf:

  1. Algenarten für NWEurope-Klima und Kultivierungseffizienz für verlängerte Wachstumsperioden in NWE (bis zu 360 Tage),
  2. Entwicklung einer automatisierten Wasserumwälzung, Ernteeinheit und alternativen CO2-Ressourcen,
  3. Lagerkonzept, Logistik und Konservierung von Algenbiomasse,
  4. regionale Aktivitäten zur Algenverarbeitung, potenziell vergleichbar mit der Milchindustrie,
  5. Produktformulierungen zur gezielten Wertschöpfung.

Unsere Projektpartner

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