Jeder einzelne kann einen kleinen Beitrag leisten, alle zusammen können den Wandel einleiten!

Worum geht es?

Jeder Mensch konsumiert Waren, die von der Wirtschaft zum Kauf angeboten werden. Damit steht er vor der Abwägung nach welchen Kriterien er eine Kaufentscheidung triftt. Neben rein ökonomischen (Preis) spielen dabei auch ökologische und ethische Faktoren eine wachsende Rolle. Klimawandel, Globalisierung und Bevölkerungswachstum erfordern weltweit eine Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks. Regionale Produkte, die auf erneurbaren Rohstoffen (Biomasse) basieren und klima- und ressourcenschonend hergestellt werden, sind gefragt und meistens nachhaltiger als solche, die auf fossilen Rohstoffen basieren und über weite Strecken transportiert werden. 

Jeder Bürger kann durch sein Konsumverhalten zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft beitragen. Dafür müssen aber die industriellen Wertschöpungsprozesse sowie Vor- und Nachteile der Verarbeitung fossiler und erneuerbarer Rohstoffe bekannt sein.  Zur Wahrheit gehört auch, dass nicht immer der Einsatz fossiler Rohstoffe weniger nachhaltig ist als der erneuerbarer Rohstoffe. Hybride Systeme, die fossile und erneuerbare Rohstoffe während des Produktionsprozesses verbrauchen, werden beim Wandel eine wichtige Funktion einnehmen.

Ein Wandel des Konsumverhaltens breiter Bevölkerungsschichten ist der Schlüssel zu einem Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschafsweise. Die Entwicklung regionaler Bioökonomien liefert hierzu einen wichtigen Beitrag.

Familie

Was habe ich davon?

Die Anwendung biobasierter Wertschöpfungsprozesse auf Grundlage von Nachhaltigkeitsprinzipien (z.B. Kreislaufverfahren, Mehrfach- und Reststoffnutzung) kann zu vielfältigen vorteilhaften Effekten führen. Dazu gehört der Klimaschutz, denn die Nutzung von rezenter Biomasse ist klima-neutral (nur Kohlendioxid, das die Pflanzen während des Wachstums aus der Atmosphäre entziehen, wird bei der Verwertung wieder freigesetzt). Bei der nachhaltigen Bioökonomie hat die Nahrungs- und Futtermittelerzeugung immer Vorragng vor der stofflichen und energetischen Nutzung ("Food first"). Ressourceneffizienz als Leitbild hat den Schutz der natürlichen Ressourcen (Böden, Wasser) zum Ziel z.B. durch den verringerten Einsatz von Pestiziden und Dügemitteln oder deren Substitution durch biologische Verfahren.
Die Verwendung mikrobieller und molekularer Systeme (z.B. Mikroorganismen) zur Umwandelung von Biomasse in Wertstoffe durch  biotechnologische Verfahren erfordert i.d.R. den geringeren Verbrauch von chemischen Stoffen und Energie.  
Auf diese Weise produzierte Produkte und Waren aus der Region sorgen für eine neue regionale Identität der Menschen, fördern die Wirtschaftskraft, generieren Arbeitsplätze und tragen zur Lösung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen bei (Ernährungssicherung, Klimaschutz etc.).